Montag, 9. Juli 2012

An mein Kind.

So heisst ein Gedicht von Mascha Kaléko

Ich muss in den letzten Tagen oft daran denken.
Was gibt man seinem Kind mit auf den Weg, wenn es
hinaus geht in die Welt? 

Man möchte es vor allem Übel bewahren, aber letztendlich
muss doch jeder seine eigenen Erfahrungen machen.
Das fängt schon beim heissen Backofen in der heimischen Küche an,
da glauben es auch die meisten nicht, bevor sie mal angetatscht haben, oder?

Dieses Jahr kommt mein Kleiner in die Schule
und damit ist er schon gar nicht mehr so klein, sondern
 schon ganz schön groß.

Ein weiterer Schritt in die Selbständigkeit und so soll es
ja auch sein. Trotzdem denke ich als Mama etwas wehmütig zurück.
Er wird seinen Weg gehen, mein Grosser, er weiss was er will,
er kann "Nein" sagen, sich durchsetzen.
Ich staune manchmal, wie viel Stärke dieses Kind
in sich hat. Rückgrat

Und höre immer wieder dieses Lied, vertont und gesungen
von Yvarius, eben jenes Gedicht von Mascha Kaléko.


Vielleicht gefällt es Euch auch, dieses vertonte Gedicht, das so 
anders ist als das, was man tagtäglich im Radio dudeln hört.
Ruhig, anrührend, berührend.

Kommentare:

  1. Ein großer Schritt für unsere Kinder ist der Schulbeginn allemal. Und für uns Eltern ein neues Loslassen, eines von Vielen, die noch folgen werden - ein Loslassen, dass selbst nach dem Abitur noch weh tut und anstrengend zu sein scheint. Ich dachte, es würde mit jedem Mal leichter werden, doch merke ich gerade, dass das nicht so ist. Auch wenn in dem zauberhaften Text von Mascha Kaléko so viel Wahrheit steckt, macht es ein wenig wehmütig.
    Ich danke Dir für diesen respektvollen Moment!
    Liebe Grüße
    Susanne

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    1. Ich sage heute so oft, dass ich meine Mutter jetzt viel besser verstehen kann ;)

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  2. Es gibt eine sehr lesenswerte Biographie von Jutta Rosenkranz zu Mascha Kaléko. Mir geht es ähnlich wie dir, was die zunehmende Selbstständigkeit meiner Jüngsten angeht - mich stimmt es manchmal wehmütig, wie schnell aus meinem Baby ein Kindergartenkind geworden ist.
    LG
    Sabine

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    1. Uih, hab vielen Dank für den tollen Tip, das werde ich mir gleich auf meiner Leseliste notieren. Ja, jeder grosse Schritt ist mit ein wenig Herzschmerz verbunden, bei Kindergarten ging mir das auch schon so.

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  3. Da klicke ich mich durch die verschiedensten Blogs und stoße doch Tatsächlich hier auf dieses wunderbare Gedicht. Ich liebe Masche Kalekos Gedichte, Sicht- und Denkweisen einfach. Und viel zu wenige Leute kennen heute noch ihre Texte. Ich bin 15 und lese immer wieder ihre kleine Gedichtsbändchen, die mir meine Großeltern aus ihrem Fundus geschenkt haben. Schön, dass noch andere die Texte passend finden!
    Liebe Grüße, Lina

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