Montag, 14. November 2011

Hortbetreuung

Unser kleiner Grosser kommt im nächsten Jahr in die Schule. Heute hatte ich einen Termin bei der Leitung des örtlichen Kinderhorts, um ihn für die Betreuung nach der Schule anzumelden. Die Schule garantiert Unterricht, bzw. Betreuung bis 13.05 Uhr, danach benötigen wir weitere Betreuung bis 14.00 Uhr. Als ich das sagte, sah sie mich schon sehr verwundert an. Das gab es noch nie...

Wir können ein wöchentliches Zeitkontingent von 14 Stunden buchen, das ist die Mindestzahl! Wir benötigen 5 Stunden.
Mittagessen muss ebenso bestellt werden, die Kinder essen direkt nach der Schule. Super, also das gleiche Spiel wie im Kindergarten. Wir bestellen Essen das er nicht isst, weil das eben so sein muss. Zu trinken gibt es Wasser, Tee und Milch. Fein, er mag nichts davon, er trinkt nur sehr verdünnte Apfelschorle und die Milch nur, wenn Kakao darin ist. Es ist ja nicht so, dass ich es nicht begrüssen würde, wenn er Wasser trinken würde, aber wenn ich an den Sommer denke, ist mir nicht wohl bei dem Gedanken, dass er dort auf dem Trockenen sitzt. Und er wird das nicht trinken, stur wie er ist.

Wenn sie mit dem Essen fertig sind, machen sie Hausaufgaben. Die meisten Eltern finden das toll. Gut,
ich gehöre dann wohl der Minderheit an, ich möchte gern selber sehen, wie mein Kind mit den Aufgaben klar kommt. Es ist mir völlig klar, dass es Eltern gibt, die auf längere Zeiten angewiesen sind (die längste Betreuungszeit geht bis 17.00 Uhr), aber das hört sich schon ziemlich nach Pflichtprogramm an.

Ich habe ihn jetzt bis 15.00 Uhr angemeldet... zumindest auf dem Papier.

Muss eigentlich immer alles so kompliziert sein?

Kommentare:

  1. du musst den hort auch als chance für dein kind sehn, dass es nach dem essen und hausaufgaben machen (pflichtsachen), eben noch zeit zum spielen (spaßsachen^^) mit seinen freunden im hort hat. eine gewisse struktur und die gruppendynamik bringen kinder ganz leicht dazu eben dann doch wasser oder milch zu trinken und auch das mittag zu essen, weil es eben nichts anderes gibt - dauert vlt, aber wenn die anderen auch nichts anderes bekommen....
    denk dran, das dein kind älter wird ^^ sturheiten wie sie im kindergartenan der tagesordnugn sind, sind ab der schule auf einmal kein thema mehr :) ... lass es auf dich und deinen steppke zukommen, es wird alles gut und je lockerer du rangehst umso einfacher wird es...ach hausaufgaben..hmm fand ich am anfang auch nicht so dolle, aber auch da ist das arbeiten in gruppe nicht zu verachten...lernen und üben kannst du dann ja immer noch zu hause ^^
    bin gespannt wie´ s bei dir laufen wird ;)
    grüßele sylvia
    PS: sind nur meine erfahrungen ^^

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  2. arbeite selber im hort, aber in `ner schule für schwererziehbare jungen. bei uns läuft das sowieso ganz ganz anders ab! ;)
    aber ich kann nicht verstehen, warum man dies und jenes machen MUSS. im kindergarten (hab seit 2003 in diversen gearbeitet) war es so, dass wir bestimmte buchungszeiten brauchten, da sonst personal abgebaut wurde... :( vlt ist es in eurem hort auch so?
    frag dich doch mal durch, ob es nicht eine mama gibt, die euren sohnemann jeden tag mitnehmen würde? kann man sich viel geld und gar auch ärger sparen! :)

    liebe grüße,
    sarah.

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  3. GENAU DAS kenne ich auch! Ist das nicht ein Mist?
    Das Kind musste (im Kiga) bei uns ganztägig angemeldet werden, obwohl wir gar keine Nachmittagsbetreuung brauchten! Es wäre sonst aus der Gruppe geflogen und hätte sich woanders neu eingewöhnen müssen.
    Na gut, dann halt bis 14 Uhr.
    Mittagessen musste mitbestellt werden, durfte nicht selbst mitgegeben werden.
    Nerv!
    Jetzt in der Schule ist es besser, jetzt darf er mittags nach Hause gehen ohne das er die Klasse wechseln müsste....

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  4. Meinem Kind liegt jede Gruppendynamik, was Essen und Trinken betrifft fern. Selbst wenn er hungert und Durst hat, das ist ihm egal, es ist ja nicht so, dass wir das nicht schon kennen. Ich werde ihn auch definitiv um 14.00 Uhr abholen, die Anmeldung ist nur so auf dem Papier.

    Das eine andere Mutter ihn mitnimmt, kommt für mich nicht in Frage. Das ist für mich in Ordnung, wenn er sich verabredet hat um zu spielen, aber nicht als Dauerzustand. Ich halte solche Abmachungen generell für sehr heikel. Spätestens, wenn die betreffende Mutter, oder eben deren Kind mal krank ist, kippt da das Zeitgefüge und man selbst steht auf dem Schlauch. Ganz davon ab würde ich das auch keine Mutter umsonst machen lassen.

    Generell finde ich diese Vorgaben, was man dann eben an Stunden nehmen muss frech. Renata im Fall wie bei Euch noch ganz besonders. Da heisst es immer, Eltern sollen Zeit für ihre Kinder haben und wenn man die Zeit, die man hat mit ihnen verbringen möchte, soll man in solche Zeitrahmen gepresst werden.

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  5. Mein Kind liebt Nudeln, Nudeln und Nudeln, ach ja und Apfelschorle. Zu Hause käme sie niemals auf die Idee Gemüse, Salat zu essen und Wasser oder Tee zu trinken. Ich dachte noch, oje da will sie im Kindergarten auch nichts. Und mein Kind ist wirklich stur wie ein Esel und darüber hinaus......Und was passierte im Kiga??? Sie trinkt Wasser und Tee(leidlich) aber isst Salat und Gemüse mit Begeisterung.
    Ich glaube, das hat auch viel mit der eigenen, inneren Einstellung zu tun und das spüren Kinder. Wenn du dir ständig innerlich sagt, mein Kind mag das und das nicht, wird er es auch nicht mögen. Mein Kinderarzt sagte einmal, es ist noch kein Kind am gedeckten Tisch verhungert und es ist auch so. wenn der Hunger unerträglich wird und der Durst, wird er essen und trinken, wenn auch nur ganz wenig.
    Und wenn nicht, muss er warten bis zu Hause. Ich glaube in dem Alter kann man das ganz gut abschätzen :-)
    Mit den Abholzeiten würde ich auch so machen. Bis 15 Uhr buchen und dann früher abholen. So sind die Stunden gebucht und auch der gesetzesvorgabe ist genüge getan und kein Personal muss abgebaut werden oder ähnliches.

    Ich wünsche dir einen schönen Abend
    Miriam

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  6. Malte isst schon sehr ausgewogen, also Nudeln und noch mal Nudeln, das kann ich nicht sagen. Er isst auch gern Gemüse und das reichlich. Er mag das Essen im Kindergarten generell nicht gern und seien wir mal ehrlich, Essen aus Grossküchen und Warmhaltekarren schmeckt nun mal nicht so dolle. Er isst im Kindergarten ja sogar die Gerichte nicht, die er Zuhause gern mag.

    Ich finde es einfach ärgerlich, dass wir dieses Essen dazu nehmen müssen, obwohl er es nicht isst und eh kurz darauf abgeholt wird. Dabei ist es doch so, dass die Kinder eh nicht alle auf einmal zum Essen gehen. Warum sind dann Kindergärten und Kinderhorte so unflexibel?

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  7. Okay, dann muss das Essen ja miserabel sein:-)

    Wenn es nach meinem kind ginge, gäbe es nur Nudeln :-) aber noch habe ich das Sagen beim Essen.......

    Ich kenne die Probleme nicht so, da unser Kiga von einer Kleinküche Essen erhält und der Kiga auch nur 48 Kinder mit Kleinkindgruppe hat. Die essen alle auf einmal(in den eigenen Gruppenräumen) und gehen dann schlafen.

    Ich finde, generell könnte jeder Hort eine eigene küche haben. Denn das kostet auch nicht mehr als ein Großküchenessen und die Kinder würden bei der Zubereitung noch was lernen. leider haben die meisten kein Platz oder wollen nicht. Wenn jeder selbst kochen würde, wären die Kigas bestimmt flexibler.

    Also, weiterkämpfen

    LG Miriam

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  8. Ich hatte in unseren Schleswig Holsteiner Zeiten ein Tageskind, bei dem wurde im Kindergarten jeden Tag frisch gekocht. Dafür hatten sie extra eine Frau, die ausschliesslich die Küche gemacht hat. Die Kinder durften sogar Wünsche äussern und haben gern dort gegessen. Schon komisch, dass so was in manchen Kindergärten geht und in anderen nicht.

    Unser jetziger Kiga hat übrigens eine komplett eingerichtete Küche, also wäre das durchaus machbar.

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  9. Ich wünsch euch eine gute Lösung, bei der sich alle Beteiligten richtig wohl fühlen. Das ist wohl das wichtigste. Bei uns gibt es schon Protest, wenn wir das Tochterkind mit ihren noch nicht zwei vor 16:00 Uhr abholen, weil sie noch da bleiben möchte. Es sind allerdings nur vier Kinder bei der Tagesmutter und gekocht wird jeden Tag frisch und vor allem mit den Kindern gemeinsam, die mithelfen. Bin schon sehr gespannt, wie das im Kindergarten wird ...

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